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Expertin beantwortet Fragen zur Pflege von Stirn, Augen, Nase und Wangen
Eine reine und ebene Gesichtshaut vermittelt einen gepflegten Eindruck. Während sich andere Körperpartien unter der Kleidung verbergen lassen, steht das Gesicht und sein Aussehen immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Aber was tun, wenn die Haut trocken ist, spannt oder Rötungen sichtbar sind?
Tipps gibt Sylvia Doblmayer, Kosmetikerin und PTA für Dermopharmazie, Köln
Trockene Füße, Hornhaut und Druckstellen
Die Haut an den Füßen besitzt eine hohe Anzahl an Schweißdrüsen. Durch das
Tragen von Strümpfen und Schuhen entsteht häufig ein feuchtes Milieu, das die Hornschicht der Haut aufquellen lässt. Die Folge: Die Hautschutzbarriere wird ge-stört, die Haut wird durchlässig, verliert Feuchtigkeit, und die Füße werden trocken, rau oder sogar rissig. Gleichzeitig können Schadstoffe und mikrobielle Erreger unge-hindert in die Haut eindringen und Entzündungen verursachen. An Stellen, die be-sonders stark beansprucht werden, zum Beispiel durch Druck und Reibung zu enger Schuhe, können Hornhaut oder schmerzhaften Druckstellen entstehen.
Die Haut ist mit einer Fläche von etwa zwei Quadratmetern und fünf bis zehn Kilogramm Gewicht das größte Organ des Körpers. Sie ist nicht nur Sinnesorgan und Klimaanlage, sondern auch ein hoch spezialisierter Schutzwall, der für die meisten Schadstoffe, Krankheitserreger und andere schädliche
Umwelteinflüsse ein unüberwindliches Hindernis ist –so lange sie unverletzt ist. Bereits kleine Wunden können jedoch die Schutzfunktion der Haut beeinträchtigen und bergen die Gefahr einer Wundinfektion.
Kleine Verletzungen in Haushalt, Sport und Freizeit
Alle vier Sekunden passiert in Deutschland ein Unfall – mehr als 60 Prozent davon in den Bereichen Haushalt, Sport und Freizeit. Noch häufiger kommt es zu kleinen Verletzungen wie Schürf-, Kratz- oder Schnittwunden. Was nicht weiter tragisch erscheint, ist dennoch behandlungsbedürftig, denn durch die offene Haut können Bakterien eindringen und eine Wundinfektion auslösen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Wundstarrkrampf kommen, der durch Tetanusbakterien hervorgerufen wird, die vor allem im Erdboden und Straßenstaub verbreitet sind. Um das zu verhindern, ist nach jeder Verletzung sofort ein hauteigenes Reparaturteam zur Stelle, das in drei aufeinander folgenden Phasen abläuft: Selbstreinigung der Wunde, Bildung von neuem Gewebe und endgültiger Wundverschluss.
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