Die Umweltorganisation Greenpeace fordert die vollständige Rückholung des Atommülls aus dem havarierten Endlager Asse II. Von allen drei Optionen für den künftigen Umgang mit dem einsturzgefährdeten Salzstock, die dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zur Wahl stehen, bietet nur die Rückholung des Mülls Langzeitsicherheit für Bevölkerung und Umwelt. Laut Greenpeace ist die Bergung technisch machbar und hauptsächlich eine Frage der Finanzierung. Für Arbeiter und Bevölkerung fordert Greenpeace höchste Sicherheitsstandards bei der Rückholung der 126.000 Atommüllfässer.
Greenpeace-Aktivisten haben heute morgen auf der Messe Grüne Woche in Berlin gegen den möglichen Anbau der Gentechnik-Kartoffel Amflora protestiert. Neben Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) haben sie Banner entrollt mit der Forderung nach einem Verbot. Zudem haben die Aktivisten vor Aigner einen Korb mit Gen-Kartoffeln ausgeschüttet. Es wird erwartet, dass die EU-Kommission bald über die Zulassung zum kommerziellen Anbau in Europa entscheidet. Aigner hat bereits angekündigt, nichts gegen eine Zulassung zu unternehmen.
An Bord des Greenpeace-Schiffes Esperanza machen sich 37 „Idealisten“ auf eine lange und gefährliche Reise ans südliche Ende der Welt. Sie wollen die japanische Walfangflotte in der Antarktis aufspüren. Japan plant, über 1000 der friedlichen Meeressäuger im Walschutzgebiet im Südpolarmeer zu töten – unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Die getöteten Wale landen jedoch in japanischen Restaurants. Die Mannschaft der Esperanza will das verhindern.
Ein Film über Greenpeace-Aktivisten, die in der Antarktis Wale schützen, kommt am 14. Januar 2010 in die deutschen Kinos. Der Film Jagdzeit – Den Walfängern auf der Spur begleitet die Aktivisten auf ihrer Schiffsreise und bei der Konfrontation mit japanischen Walfängern. Der Film kommt ohne grausame, blutige Bilder aus und zeigt, wie die Mannschaft mit den Herausforderungen des Eismeeres, Heimweh und Versagensängsten kämpft. Foto: © Leykauf Film, 2009
Heute verhandelt das Hamburger Landgericht die Schadensersatzforderung der Sand- und Kiesabbaufirma OAM-Deme-Materialien an Greenpeace. Aktivisten hatten im Sommer 2008 große Natursteine im Sylter Außenriff versenkt, um den gesetzlich zugesicherten Schutz dort durchzusetzen. Das Sylter Außenriff ist 2004 zum Meeresschutzgebiet erklärt worden. Dennoch wird in dem Gebiet Grundschleppnetzfischerei betrieben und der Meeresboden zerstört. Erst durch den Einsatz der Aktivisten wurde ein Teil des Gebiets wirkungsvoll geschützt. Insgesamt wurden 320 Steine versenkt, von denen sieben in einen Bereich fielen, der von der Firma als ein Abbaugebiet beansprucht wird.
Supermärkte und Discounter reagieren auf die Bedrohung der Fischbestände und die Kritik an ihrem Fischangebot. Das ist das Ergebnis des dritten Supermarkt-Rankings Fisch, in dem Greenpeace den Fortschritt der Handelsketten bewertet. Zehn der elf geprüften Unternehmen haben mittlerweile Richtlinien für ihren Fischeinkauf festgelegt. Mit diesen bewerten sie, welche Fischprodukte umweltfreundlich sind und angeboten oder ausgelistet werden. Erste Maßnahmen werden bereits umgesetzt: Aal, Rotbarsch, Scholle, Blauflossen-Thunfisch oder Heilbutt bieten jeweils fünf Supermärkte nicht länger an.
Gegen die Vergabe von staatlichen Krediten an die indonesische Sinar Mas Gruppe demonstrieren Greenpeace-Aktivisten heute in Frankfurt. Der Grund: Sinar Mas vernichtet in Indonesien Urwald, beschleunigt Klimawandel und zerstört die Heimat der vom Aussterben bedrohten Orang Utans. Deshalb haben die Umweltschützer vor dem Sitz der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine Galerie der Schande aufgebaut und präsentieren Fotos, die das Ausmaß der Urwaldvernichtung in Indonesien zeigen. Foto: © Greenpeace
Trotz der Bedrohung der Fischbestände können Verbraucher noch ohne Bedenken Karpfen, Pangasius und Forelle essen. Dies empfiehlt die Umweltschutzorganisation Greenpeace in der neuen Ausgabe ihres Einkaufs-Ratgebers Fisch – bedroht, aber beliebt. Bei Rotbarsch, Scholle oder Seeteufel fällt die Entscheidung ebenfalls leicht: Diese gehören derzeit nicht auf den Teller. Genauer hinschauen sollten umweltbewusste Verbraucher bei Kabeljau, Heilbutt oder Dorade. Foto: © Greenpeace
Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls fordern Greenpeace-Aktivisten auch ein gemeinsames Handeln im weltweiten Klimaschutz. Einen Tag vor Eröffnung der Feierlichkeiten haben sieben Kletterer ein 24 Meter breites und sechs Meter hohes Banner am Gebäude der polnischen Botschaft in Berlin befestigt. Das dort bereits angebrachte Großbildplakat, mit dem Slogan “1989 – es gelang gemeinsam!”, haben die Aktivisten mit dem Spruch: “2009 – es kann nur gemeinsam gelingen. Kopenhagen – Klimaschutz jetzt!” ergänzt. Foto:© Stefan Klein / Greenpeace