Wenn die EU bei den Klimaverhandlungen wieder die gern und viel zitierte Vorreiterrolle einnehmen will, muss sie ihr Emissions-Reduktionsziel für 2020 umgehend von 20 auf mindestens 30 Prozent erhöhen, erklärt der WWF kurz vor dem Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER). In Brüssel wollen sich die EU-Vertreter am Mittwoch darüber verständigen, mit welchem Minderungsziel sie die Klimaverhandlungen nach Kopenhagen weiterführen.
Das Uhu-Projekt von Naturefund ist gesichert! Vor Weihnachten haben so viele Menschen mit einer Patenschaft den Kauf einer Streuobstwiese bei Limburg unterstützt, dass Naturefund wieder einen einzigartigen Lebensraum für die Natur bewahren kann.
Gleichzeitig baut Naturefund weltweit Aufforstungsprojekte auf, bei denen die ersten Bäume noch nicht in den Himmel, aber unbeirrt wachsen.Foto: Dr. C. Fried
Der Klimagipfel in Kopenhagen endete für den WWF mit einer herben Enttäuschung. Die angereisten Staats- und Regierungschefs hatten zwar teilweise vollmundige Erklärungen im Gepäck, sie schafften es jedoch nicht, ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen auf den Weg zu bringen. „Es reicht nicht, sich dazu zu bekennen, die globale Erwärmung auf einen Anstieg unter zwei Grad begrenzen zu wollen, dann aber keine konkreten Ziele und Maßnahmen zu vereinbaren, so Regine Günther, Leiterin des Klimabereichs beim WWF Deutschland. Man habe kostbare Zeit verloren, die den Kampf gegen den Klimawandel weiter erschwere.
Mit einer bildstarken Performance auf der Klimakonferenz in Kopenhagen hat der WWF heute die erste Verhandlungswoche illustriert. Während die Delegierten der Industrie- und Entwicklungsländer in Kopenhagen über das Schicksal der Erde ringen, geht diese langsam aber stetig zugrunde. Höchste Zeit für das WWF „Climate Rescue Team“ einzugreifen und die Welt zu retten. Mit der symbolischen Reanimierung einer zwei Meter großen, aufblasbaren Weltkugel appellieren die WWF-Aktivisten an die Minister, die Verhandlungen. wiederzubeleben und die Erde vor weiteren Verwüstungen zu retten
Naturschutzgebiete bieten kostengünstige Lösungen, um die Folgen des Klimawandels abzuwenden, so die Aussage einer neuen Studie von IUCN, The Nature Conservancy, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der Wildlife Conservation Society, der Weltbank und der Umweltstiftung WWF. Foto:Teles-Pires-Flusssystem. © Adriano Gambarini / WWF Brasilien
Ab Montag, dem 7. Dezember, treffen in Kopenhagen Vertreter von 192 Staaten zusammen, um auf der UN-Klimakonferenz ein globales Klimaabkommen zu verhandeln, das die Welt vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels bewahrt. “Wir brauchen kein vages Abkommen, das zu einem unendlichen Verhandlungsmarathon führt, sondern konkrete Ergebnisse. Wir müssen das einzigartige politische Momentum für den Klimaschutz in Kopenhagen nutzen und damit unsere Lebensgrundlagen bewahren”, erklärt Regine Günther, Leiterin Klimaschutz beim WWF.
Mit vielfältigen Aktivitäten beteiligt sich die BMW Group am Weltklimagipfel COP 15, der vom 7. – 18. Dezember in Kopenhagen statt findet. Damit unterstreicht der Branchenführer in Sachen Nachhaltigkeit sein Engagement für den Schutz des Klimas. Wichtig dabei: Neben der Bereitstellung von Fahrzeugen für die offizielle UN-Shuttleflotte wird die BMW Group erstmalig auch im Rahmen zweier Side Events als offizieller Teil des UN- Klimagipfels Inhalte zur Lösung des Klimaproblems beitragen.
Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls fordern Greenpeace-Aktivisten auch ein gemeinsames Handeln im weltweiten Klimaschutz. Einen Tag vor Eröffnung der Feierlichkeiten haben sieben Kletterer ein 24 Meter breites und sechs Meter hohes Banner am Gebäude der polnischen Botschaft in Berlin befestigt. Das dort bereits angebrachte Großbildplakat, mit dem Slogan “1989 – es gelang gemeinsam!”, haben die Aktivisten mit dem Spruch: “2009 – es kann nur gemeinsam gelingen. Kopenhagen – Klimaschutz jetzt!” ergänzt. Foto:© Stefan Klein / Greenpeace
Der UN-Klimagipfel hat die Verhandlungen für Kopenhagen belebt. Die Staats- und Regierungschefs haben einhellig bekräftigt, dass schnelles Handeln beim Kampf gegen den Klimawandel notwendig ist, so der WWF heute. „Jetzt müssen den Worten auch Taten folgen“, erklärt WWF-Klimaexpertin Regine Günther. „Wir brauchen nach wie vor konkrete Maßnahmen, Reduzierungsziele und Finanzierungszusagen.“
Noch 100 Tage, dann werden in Kopenhagen 192 Staaten zusammentreffen, um auf der UN-Klimakonferenz ein Nachfolgeabkommen für das Kioto-Protokoll zu verhandeln. Kopenhagen könnte ein Schlüsselmoment der Geschichte werden und die Welt vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels bewahren. Aber 100 Tage vor dem Treffen sind die Verhandlungen noch nicht richtig in Schwung gekommen.