Der Europäische Gerichtshof hat heute entschieden, dass die Auswahl von Naturschutzgebieten im Rahmen des gemeinsamen EU-weiten Schutzgebietsnetz ausschließlich nach Naturschutzkriterien erfolgen darf. Die Gebietsausweisung darf nach Beschluss der EU-Richter nicht aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen verweigert werden.
Anlässlich der heute beginnenden Tagung der Fischereiminister in Brüssel hat der NABU die Bundesregierung aufgefordert, Seevögel effektiver zu schützen. Lediglich Großbritannien habe sich bislang aktiv für den Vorschlag der Europäischen Kommission eingesetzt, einen gemeinsamen Aktionsplan und koordinierte Schutzmaßnahmen für Seevögel zu entwickeln. „Gleiches erwarten wir jetzt von der Bundesregierung“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Bundesministerin Aigner darf nicht weiter passiv bleiben. Vielmehr sollte Deutschland seiner Führungsrolle im europäischen Meeresschutz gerecht werden und aktiv an einem EU-Aktionsplan mitwirken.“
Unter dem Motto „Rotkäppchen irrt“ informiert der NABU Kindergartenkinder spielerisch über Wölfe in Deutschland und bietet dazu ab sofort ein kostenloses Aktionspaket für Kindergärten an, das am Dienstag im Tierpark Berlin vorgestellt wurde. Es enthält Informationen zu Wölfen, viele Spielideen, ein Bilderbuch, Poster und eine Audio-CD mit einem Wolfslied, dem Originalgeheul einer sächsischen Wölfin sowie einer Hörgeschichte, vorgelesen von Schauspielerin und NABU-Wolfspatin Mariele Millowitsch. Gleichzeitig startete der NABU einen Kreativwettbewerb: Kindergärten, die ihre Wolfstage dokumentieren, können viele wölfische Preise gewinnen. Unterstützt wird die Aktion von der Volkswagen AG.Foto: NABU/Jan Noack
Die BVVG Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH übertrug rund 110 Hektar im Naturschutzgebiet Lieper Burg, Landkreis Bad Doberan, an den NABU Mecklenburg-Vorpommern. Am kommenden Freitag, den 13. November um 10.00 Uhr wird im Wildkräuterhotel im Gutshaus in Ehmkendorf die Übertragungsvereinbarung von Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus, BVVG-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Müller, BVVG-Niederlassungsleiter in Schwerin Johann Jakob Nagel und NABU-Landesvorsitzender Stefan Schwill unterzeichnet.
Es ist wieder so weit: Mehr als 50 Millionen Zugvögel verlassen derzeit ihre Brutgebiete in Deutschland, um in wärmere Gefilde zu ziehen. Viele Vogelarten haben sich bereits versammelt oder sind schon auf dem Weg in den Süden. Anlässlich dieses Naturschauspiels organisiert der NABU auch in diesem Jahr wieder das „Wochenende des Vogelzugs“: den Birdwatch. Am 3. und 4. Oktober werden Vogelfreunde in mehr als 30 Ländern Europas zu den Ferngläsern greifen, ihre Beobachtungen notieren und den Veranstaltern melden. – Foto: Kai Thomsen
Berlin – Der NABU hat das Aus für Glühbirnen mit einer Leistung ab 100 Watt sowie für mattierte Glühlampen zum 1. September begrüßt. Nicht mal ein Zwanzigstel der eingesetzten Energie werde bei Glühbirnen in Licht umgewandelt. „Angesichts von Ressourcenknappheit und Klimawandel können wir uns eine solche Energieverschwendung nicht mehr leisten. Der schrittweise Glühbirnenausstieg ist daher nur konsequent“, erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Wer seine eigenen vier Wände künftig mit Energiesparlampen statt Glühbirnen beleuchte, brauche für die gleiche Lichtmenge nur ein Fünftel des Stroms.
Berlin – Anlässlich der erfolgreichen Rückkehr des Wolfes nach Deutschland hat der NABU heute die weiteren Schritte zum Schutz des seltenen Rückkehrers in einem Positionspapier zusammengefasst. „Denn was vor zehn Jahren noch undenkbar war, ist heute Realität: mittlerweile sind alle Bundesländer Deutschlands in erreichbare Entfernung von Wölfen gerückt“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der Veröffentlichung des Papiers. „Damit sind sie auf einem guten Weg, normaler Bestandteil von Deutschlands Tierwelt zu werden.“
Das mit einem Satellitensender ausgestattete Weißstorch-Weibchen Gertrud aus dem schleswig-holsteinischen Storchendorf Bergenhusen ist bereits in der Türkei und wird voraussichtlich bis Ende der Woche in Afrika eintreffen. Auch Hobor sitzt bereits in den Startlöchern. Gertrud, Hobor und Helmut sind drei Weißstörche, die der NABU im Rahmen der internationalen Zugvogelkampagne „Born to Travel – Zum Fliegen geboren“ mit Satellitensendern ausgestattet hat.
Vier Schneeleoparden-Babys tapsen seit Kurzem durch das Gehege des NABU-Schneeleoparden-Projekts am Issyk-Kul in Kirgistan. Sie werden künftig als sympathische Botschafter ihrer Art für den Schutz der gefährdeten Tierart in der Öffentlichkeit werben. „Die Geburt der Schneeleoparden trägt dazu bei, dass der NABU die Tiere in Zukunft noch besser schützen kann“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
Nach Schätzungen des NABU-Bundesfachausschusses Streuobst und des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) wird die deutsche Apfelernte im Streuobstbau in diesem Jahr nur bei rund einer halben Million Tonnen liegen.