http://www.milimaca.de
Morgen endet die Einspruchsfrist gegen ein Patent, welches das Europäische Patentamt (EPA) für die konventionelle Zucht von Schweinen erteilt hat (Patent Nr. EP1651777). Der Deutsche Tierschutzbund bekräftigt aus diesem Anlass seinen Widerstand gegen Tierpatente. „Tiere sind keine Erfindung einzelner Konzerne. Wenn das EPA jetzt an einem Patent festhält, das überwiegend auf der klassischen Auswahlzucht beruht, könnten auch tierfreundliche Kleinerzeuger und Züchter in Bedrängnis geraten“, so Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes und Leiterin der Akademie für Tierschutz in Neubiberg bei München.
Verängstigte Kaninchen in winzigen Käfigen, kein Platz zum Hoppeln, kein Platz zum Aufrichten, kein Auslauf, tief rot entzündete Augen, eine blutige Fehlgeburt, unbehandelte Wunden und Verletzungen, tote Kaninchen, Tierquälerei, so weit das Auge reicht: Diese Beschreibung deutet auf einen fiktiven Horrorfilm hin – doch dies ist es nicht, es ist der Alltag für Mastkaninchen in Deutschland. Ingo Schulz, Sprecher des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke“, der selbst in mehreren Kaninchenmast-Ställen war, beschreibt die derzeitige Situation in Deutschland so: „Den meisten Verbrauchern ist gar nicht klar, unter welchen katastrophalen Bedingungen Kaninchen gehalten werden, von der bäuerlichen Idylle, die gerne suggeriert wird, ist in Wirklichkeit nichts vorhanden, die Tiere werden in riesigen Masthallen mit Kraftfutter und Medikamenten hochgemästet und, wenn sie ihr Schlachtgewicht in nur 12 Wochen erreicht haben, meist noch tierquälerisch geschlachtet.“
Familienleben Berliner Turmfalken ab jetzt live im Internet
Rechtzeitig zum Freischaltungstermin ist es da: Das erste Ei, welches eine Falkendame in einen mit einer Webcam ausgestatteten Nistkasten gelegt hat. Mit diesem spannenden Auftakt von „Big Brother bei den Falken“ können live die nächsten Entwicklungen im Familienleben der Vögel auf www.nabu-berlin.de mitverfolgt werden.
Heute am Mittwoch, 8. April 2009, 11 Uhr, startete die gemeinsame Aktion von NABU und T-Mobile „Turmfalken vor der Kamera“ zum zweiten Mal. Per Webcam werden während der Brutsaison 2009 Live-Einblicke in das Familienleben Berliner Turmfalken geboten. Als „Drehort“ wurde dieses Jahr der Kirchturm der Frohnauer Johanneskirche gewählt. Anfang März wurde hier in die Abdeckung eines Falkenkastens eine Webcam eingebaut.
Vielerorts wird nach wie vor der Brauch des Osterfeuers gepflegt. Bereits vor Ostern werden große Reisighaufen aufgeschichtet, die von vielen Wildtieren als Unterschlupf und sogar als Brutstätte genutzt werden. Das Feuer birgt besonders für Kleintiere wie Igel, Mäuse, Kröten oder Vögel eine verhängnisvolle Gefahr und kann für sie zur tödlichen Falle werden. Der Deutsche Tierschutzbund rät daher, auf Osterfeuer zu verzichten. Organisatoren und Verantwortliche, die diesen Brauch dennoch fortsetzen wollen, ermahnt er zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen: Das Material erst kurz vorher aufzuschichten oder unbedingt kurz vor dem Anzünden umzuschichten.
Morgen berät der Bundesrat erstmals über den Entschließungsantrag des Landes Hessen zur Änderung des EU-Biopatentrechts. Demnach sollen Patente auf Tiere und Pflanzen, die auf konventionellen Züchtungsverfahren wie Kreuzung und Selektion beruhen, künftig ausgeschlossen werden. “Wir begrüßen diesen Vorstoß und fordern alle Bundesländer auf, den hessischen Antrag zu unterstützen”, so Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes und Leiterin der Akademie für Tierschutz in Neubiberg bei München. Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation fordert darüber hinaus auch ein Verbot für die Patentierung genmanipulierter Tiere und Pflanzen.
Heute stimmt der Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung des Europäischen Parlaments über Entwurfsänderungen der Europäischen Kommission für neue Bestimmungen zum Schutz von Versuchstieren1 ab. Der Deutsche Tierschutzbund fordert die deutschen Mitglieder des Ausschusses in einem Schreiben auf, keine Aufweichungen des Kommissionsentwurfs zuzulassen. Viele Änderungsvorschläge – auch von deutschen Abgeordneten – zielten darauf ab, den Tierschutz zu Gunsten einer nahezu unbegrenzten Forschungsfreiheit drastisch einzuschränken.
Knapp 2.000 “Osterhasen” warten in der Online-Tiervermittlung enimal.de (http://www.enimal.de/) zurzeit auf ein neues Zuhause. Wer möchte, dass zu Ostern auch im eigenen Garten bunte Eier versteckt werden, sollte sich überlegen, einem der Nager noch schnell ein neues Hause zu geben. enimal.de bringt Züchter, Tierheime und Privatpersonen im Internet zusammen – ganz kostenlos. Fast 50.000 Tiere wurden auf diese Weise schon seit dem Start im Februar 2004 vermittelt.
Die mittleren Fließgewässertemperaturen drohen bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts durchschnittlich um etwa 1,5°C anzusteigen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen WWF-Studie. Bereits im Laufe des 20. Jahrhundert hat sich die Wassertemperatur in mitteleuropäischen Flüssen nach Angaben der Umweltstiftung um etwa 1°C erhöht. Die Kühlwassernutzung durch thermische Kraftwerke (meist Atom- oder Kohlekraftwerke) wird durch den Temperaturanstieg zunehmend Probleme erfahren – und somit auch direkt die Sicherheit der Stromerzeugung beeinflussen. So wurden die zulässigen Grenzwerte, die ein Einleiten von erwärmtem Kühlwasser einschränken bzw. untersagen, nach WWF-Angaben bereits in den Sommern 2003, 2006 und 2007 an unterschiedlichen Flüssen und Kraftwerksstandorten erreicht. „Häufigere kritisch hohe Fließgewässertemperaturen können deutliche Einbußen bei der Stromproduktion zur Folge haben. Im Extremfall ist gar die Versorgungssicherheit mit Strom gefährdet“, warnt WWF-Referent Georg Rast.
Jedes Jahr werden circa 30 Millionen Kaninchen in Deutschland verzehrt. Doch für die Haltung von Kaninchen zu Erwerbszwecken gibt es derzeit keine konkreten gesetzlichen Vorgaben. Die typische Haltung der Mastkaninchen ist mit der von Legehennen in Käfigbatterien vergleichbar. Morgen entscheidet der Bundesrat über einen Entschließungsantrag, den die Bundesländer Baden-Württemberg und Niedersachsen vorgelegt haben. Demnach soll sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass auf europäischer Ebene zeitnah tierschutzgerechte Vorschriften für die Kaninchenzucht beschlossen werden.
Seit 1973 erinnert der Internationale Tag des Artenschutzes daran, dass die Menschen den Tieren gegenüber Verantwortung tragen. Damals wurde am 3. März das Washingtoner Artenschutzabkommen beschlossen. Der Deutsche Tierschutzbund macht darauf aufmerksam, dass auch heute noch viele Arten aus der Natur entnommen und die Bestände in freier Wildbahn geplündert werden.